Streßfraktur
Bei der Ermüdungsfraktur handelt es sich um eine schleichende Fraktur durch durch eine zunehmende Diskrepanz zwischen Belastung und Belastbarkeit. Es gibt zwei unterschiedliche Theorien zur Enstehung der Ermüdungsbrüche. Die Theorie der Materialermüdung geht von einem Überschreiten des maximalen Belastungswiderstandes der Muskulatur durch wiederholte, lang andauernde Belastungen aus. Hierdurch
wirkt die Kraft direkt auf das ungeschützte Knochensystem und der Knochen bricht beim Überschreiten seiner Belastungsschwelle. Die Überlastungstheorie geht davon aus, daß am Knochen ansetzende Muskelgruppen bei wiederholten Kontraktionen zum Überschreiten des Knocheninnenwiderstandes führen und so einen Bruch bewirken. Streßfrakturen kommen auch bei gesunden Menschen jeden Alters vor, selbst bei normaler körperlicher
Aktivität und gesunden Knochen. Unzureichendes Training wird als mögliche Voraussetzung von Ermüdungsfrakturen angesehen. Bei Frauen begünstigen hormonelle Störungen wie ein Östrogenmangel mit verminderter Knochendichte die Entstehung von Ermüdungsfrakturen. Sie werden jedoch gehäuft im Bereich der unteren Extremitäten beobachtet.
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