Da die Mondbeinnekrose als Berufskrankheit anerkannt ist, wenn eine mindestens 2-jährige regelmäßige Arbeit mit erschütternden oder rüttelnden Werkzeugen nachweisbar ist, ist die Anamnese hier von besonderer Bedeutung.
Ein schleichender Beginn ist für die Erkrankung typisch. An der dorsalen Seite des Lunatum besteht Druckschmerzhaftigkeit und die Dorsalextension ist in der Regel schmerzhaft eingeschränkt.
Entscheidend für die Diagnose sind Röntgenaufnahmen des Handgelenkes in zwei Ebenen. Die Stadien werden hierbei nach Decoulx eingeteilt:
| Stadieneinteilung nach Decoulx | |
| Stadium 0: | Keine sichtbaren radiologischen Veränderungen |
| Stadium I: | Verdichtung des Mondbeins bei noch erhaltener Kontur |
| Stadium II: | mosaikartiges Aussehen durch ein Nebeneinander von Sklerose und Osteolyse, die Form ist weitestgehend erhalten |
| Stadium III: | zusammengebrochenes und fragmentiertes Mondbein, zusätzlich umschriebene Arthrose |
| Stadium IV: | Deformierung des Mondbeins mit zusätzlicher Arthrose der Handwurzel |
Bei zweifelhaftem Röntgenbefund sollte eine Szintigraphie veranlaßt werden, da eine Speicherung bereits im Frühstadium erfolgt. Zur Früherkennung kann das MRI eingesetzt werden. Es ist in der Lage, eine Malazie nachzuweisen, bevor radiologische Veränderungen sichtbar werden.
![]()
| Copyright © 1999 Prof.Dr.J.Jerosch |