Therapie

konservativ

Neben physikalischer Therapie und einem evtl. Arbeitsplatzwechsel zählt die Fixation des Handgelenkes in einer Walklederhülse mit Schienenverstärkung oder in einer Kunststoffhülse zur konservativen Therapie. Zur Regeneration des Mondbeins ist eine mehrmonatige Ruhigstellung unbedingt erforderlich. Insgesamt sind die Ergebnisse der konservativen Therapie nicht zufriedenstellend.

operativ

Die operative Therapie richtet sich nach dem Stadium der Erkrankung:

Im Stadium I und II kann eine Radiusverkürzungsosteotomie bei Minus- oder Nullvariante der Ulna durchgeführt werden. Durch die dadurch hervorgerufene Druckentlastung soll sich die Durchblutung des Mondbeins bessern.

Im Stadium III kann eine STT-Arthrodese zwischen Os scaphoideum, Os trapezium und Os trapezoideum oder zwischen Os scaphoideum und Os capitatum angezeigt sein. Durch eine Denervierung des Handgelenkes nach Wilhelm mit Durchtrennung der verschiedenen Nervenäste, die das Handgelenk sensibel versorgen, kann eine zusätzliche Schmerzlinderung erzielt werden. Eine andere Möglichkeit besteht in der Resektion des Os lunatum mit Interposition einer aufgerollten Sehne als Platzhalter oder Implantat eines Silastik-Platzhalters nach Swanson.

Im Stadium IV werden Denervierung, STT-Arthrodese und Sehneninterposition durchgeführt. Als letzter Ausweg bleibt nur noch die Handgelenksarthrodese.

Die Therapie der Lunatummalazie ist allgemein oft problematisch und teilweise unbefriedigend. Nach operativer Therapie sollte das Handgelenk für ca. 6 Wochen mit einem Unterarmgips versorgt werden.

Copyright © 1999 Prof.Dr.J.Jerosch