Ruptur des ulnaren Seitenbandes des Daumensattelgelenkes

Synonym

Skidaumen

Ätiologie und Pathogenese

Typischerweise bleibt der Daumen beim Sturz am Griff des Skistockes oder in der Schlaufe hängen und wird nach dorsal und radial gedrückt. Hierdurch kommt es zum Riß des Kollateralbandes entweder interligamentär oder als knöcherner Ausriß, welcher distal häufiger vorkommt als proximal. Der proximale Bandrest kann unter die Sehnenaponeurose des. M. adductor pollicis schlagen, so daß eine Annäherung der Bandstummel und eine anatomische Ausheilung verhindert wird (Sterner-Läsion). Die Entstehung einer chronischen Instabilität wird dadurch begünstigt. Da dieser Verletzungstyp v.a. bei Skifahrern gefunden wird, spricht man auch vom sog. "Skidaumen". Er macht etwa 10% aller Verletzungen im alpinen Skisport aus. Verletzungen dieser Art werden auch im Eishockey oder beim Handball beobachtet.

Verletzung des ulnaren Seitenbandes
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Schematische Zeichnung bei der Verletzung des ulnaren Seitenbandes (Skidaumen)
 
Verletzung des ulnaren Seitenbandes
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Das Band kann direkt am Ansatz (1) ausreißen, es kann mit einem Knochenfragment (2) aus der Grundgelenkbasis ausbrechen, oder es kann in der Mitte reißen (3), wobei es sich dann unter den M. adductor pollicis einschlägt.
 

Copyright © 1999 Prof.Dr.J.Jerosch