Therapie
Konservativ
Stabile nicht-dislozierte Frakturen können in der Regel nach initialer Kühlung und Ruhigstellung konservativ behandelt werden. Im Gegensatz zur früher üblichen 6 wöchigen Immobilisation, versucht man heute nach einer kurzfristigen Ruhigstellung eine frühzeitige Mobilisation des Kniegelenkes bis zur Schmerzgrenze zu erreichen.
Orale Antiphlogistika in Standarddosierung können ggfs. indiziert sein.
Operativ
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Jede dislozierte Fraktur sollte operativ versorgt werden. |
Bei einfachen Quer- oder Längsfrakturen ist die Zuggurtungsosteosynthese die Therapie der Wahl. Hierbei wird nach dem Einbringen zweier K-Drähte eine 8er-förmig Cerclage gelegt. Bei Pol- oder Kantenabrissen sollte nach Möglichkeit eine Schraubenfixation erfolgen, evtl. mit zusätzlicher Sicherung mittels Drahtzuggurtung. Zu kleine Fragmente müssen reseziert werden. Stern- oder Mehrfragmentfrakturen sollten je nach Situs mit Schrauben, Kirschnerdrähten oder äquatorialen Cerclagen rekonstruiert werden. Im Fall von Trümmerfrakturen ist die primäre Patellektomie Therapie der Wahl. Erhaltungversuche sollten nicht durchgeführt werden, da eine Folge-Operation unvermeidlich ist und die Ergebnisse hierbei schlechter sind als bei primärer Patellektomie. Wichtig für den Heilungsverlauf ist eine frühfunktionelle Nachbehandlung.
| Zuggurtungsosteosynthese der Patella |
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| Copyright © 1999 Prof.Dr.J.Jerosch |