Rehabilitation
Wichtig für das Operationsergebnis ist die frühfunktionelle Nachbehandlung.
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Die postoperative Fixation im Gipsverband ist aufgrund des erhöhten Thromboserisikos und der langanhaltenden Nachteile obsolet. |
Motorschienen und angepaßte Orthesen werden auf volle Streckung und eine Beugung von 90° eingestellt.
Unter krankengymnastischer Anleitung erlernen die Verletzten zunächst
| die Teilbelastung von 20 kg an zwei Gehstützen und | |
| isometrischen Muskelübungen. | |
| Intermittierende Eisapplikationen und eine | |
| tägliche Elektrostimulation kommen zum Einsatz. | |
| In der ersten postoperativen Woche ist eine Antiphlogistikatherapie sinnvoll. |
Bei der ambulanten Fortführung der Therapie stehen die Weichteiltherapie mit Querfriktion des Streckapparates sowie der kniegelenksnahen Muskelinsertionen, die Wiederherstellung des Patellagleitens und der funktionelle Muskelaufbau im Vordergrund. Die Propriozeption sollte zusätzlich geschult werden. Ab der 6. Woche wird das volle Ausmaß der Kniegelenkbewegungen unter angelegter Scharnierschiene frei gegeben. Mit einem individuellen sportspezifischen Therapieplan kann die sportliche Rehabilitation beschleunigt werden. In der Regel kann mit einem allgemeinen Konditionstraining in Form von Schwimmen oder Radfahren nach frühestens 6 Wochen begonnen werden, eine volle sportliche Belastung wird meist nicht vor 4 Monaten erreicht.
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| Copyright © 1999 Prof.Dr.J.Jerosch |