Diagnostik

Anamnese

Die Patienten klagen in der Regel über Schmerzen, die bei Belastungen des Kniegelenkes verstärkt werden und in Ruhe typischerweise nachlassen. Bei fortschreitenden Beschwerden werden häufiger Gelenkblockierungen beschrieben.

Das Alter des Patienten sollte berücksichtigt werden, da die Osteochondrosis dissecans vorwiegend gegen Ende des Wachstumsalters auftritt.

Klinische Untersuchung

Bei längerer Anamnese kann eine Muskelatrophie festgestellt werden. In seltenen Fällen sind die freien Gelenkkörper tastbar. Aufgrund der mechanischen Irritation des Kniegelenkes kann es zur Ausbildung eines Ergusses kommen.

Bildgebende Untersuchung

Die Diagnose der Osteochondritis dissecans kann in der Regel anhand des Röntgenbefundes gestellt werden. Zu den Standardaufnahmen im a.-p. und seitlichen Strahlengang sind zur exakten Bestimmung der Lokalisation, insbesondere der Ausdehnung, konventionelle Schichtaufnahmen erforderlich. Am Kniegelenk ist zur Abklärung eine Tunnelaufnahme nach Frik diagnosesichernd. Hierbei trifft der Röntgenzentralstrahl die dorsale Knieregion in einem um 40° nach kaudal geneigten Winkel bei Rückenlage des Patienten mit 35-45° gebeugtem Kniegelenk. In dieser Spezialeinstellung kommen die dorsalen Femurkondylen, die Fossa intercondylica, die Intercondylenhöcker und das Tibiamassiv zur Darstellung. Zusätzlich sind Artikulation und Kongruenzen der Gelenkflächen beurteilbar.

 
Osteochondrosis dissecans im seitlichen Röntgenbild
untitled
 
Osteochondrosis dissecans in der Tomographie
untitled
 
Tunnelaufnahme nach Frik
SMFBI091KJEBV0030001
Die Aufnahme erfolgt in Rückenlage des Patienten mit 35-45 Grad gebeugtem Kniegelenk. 
Abgebildet werden die dorsalen Femurkondylen, die Fossa intercondylars sowie die Eminentia intercondylaris der Tibia.
 

Die Computertomographie ermöglicht eine exakte Vermessung des Osteochondrosis dissecans Herdes, eine Lokalisation im Gelenk sowie eine gute Beurteilung der knöchernen Strukturen.

Die MRI ist für die primäre Beurteilung und die Verlaufskontrolle besonders geeignet. Sie ermöglicht zudem die Beurteilung der Vitalität des Dissektates. Das Verfahren eignet sich für die Indikation sowie Wahl und Kontrolle von konservativen und operativen Maßnahmen.

 
Osteochondrosis dissecans im MRI
untitled
 
arthroskopischer Befund einer Osteochondrosis dissecans
untitled
 
arthroskopischer Befund einer Osteochondrosis dissecans
untitled
 
arthroskopischer Befund einer Osteochondrosis dissecans
untitled
 

Copyright © 1999 Prof.Dr.J.Jerosch