Therapie

Konservativ

Die Behandlung der Osteochondrosis dissecans richtet sich nach dem

bulletAlter des Patienten und
bulletStadium sowie der
bulletAusdehnung des Herdes.

Bis zum 15. Lebensjahr ist bei stabilen Dissektaten eine konservative Therapie für bis zu 16 Wochen durch:

bulletEntlastung,
bulletevtl. zusätzliche Immobilisierung und
bulletantiphlogistische Medikation

indiziert. Eine Konsolidierung sollte bis zum Epiphysenschluß erzielt werden.

Eine spontane Heilung der aseptischen Nekrose ist in bis zu 50% der Fälle mit mittlerem Alter bei Erkrankungsbeginn vor dem 12. Lebensjahr angegeben.

Operativ

Eine operative Behandlung ist bevorzugt im Adoleszenten- und Erwachsenenalter einzusetzen. Eine absolute Indikation stellt die Ablösung des Dissektates dar.

Möglichkeiten der operativen Refixation sind hierbei:

bulletBolzung transkartilaginär mit kortikalen Spänen oder resorbierbaren Stiften
bulletVerschraubung transkartilaginär oder transossär oder Spickung von der Gelenkfläche aus oder retrograd zum Dissektat mit Drähten, Drahtstiften und Kompressionsstiften.
bulletBefindet sich das Dissektat im Mausbett und ist die Gelenkfläche in ihrer Kontinuität erhalten, wird die Sklerosezone retrograd mit mehreren Bohrungen unter Schonung des Gelenkknorpels perforiert (nach Beck).
bulletBei der anterograden Anbohrung nach Pridie soll eine mit dem Bohrer geförderte Ablösung oder Lockerung des Herdes vermieden werden.

 

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Entferntes Dissekat Prinzip der retrograden Anbohrung arthroskopische retrograde Anbohrung unter Röntgenkontrolle retrograde Kuretage des OD-Herdes
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Fixation mit resorbierbaren Stiften Fixation mit Schrauben Pridie-Bohrung Medialisation der Tuberositas tibiae



Copyright © 1999 Prof.Dr.J.Jerosch