Oberes Sprunggelenk, OSG

Anatomie und Biomechanik

Tibia und Fibula bilden die sog. Klammer für die Talusrolle, wobei die Fibula mit ihrer Gelenkfläche etwas tiefer steht. Dadurch werden die Gelenkflächen des oberen Sprunggelenkes von der Malleolengabel, der Trochlea tali mit der Facies superior und der Facies malleolaris medialis und lateralis gebildet. Die Gelenkkapsel setzt am Rand der überknorpelten Gelenkflächen an. Der Gelenkspalt enthält sowohl ventral als auch dorsal synoviale Falten.
Wichtige Bandstrukturen des OSG sind medial das Lig. deltoideum (bestehend aus einer Pars tibionavicularis, einer Pars tibiocalcanea, einer Pars tibiotalaris anterior und einer Pars tibiotalaris posterior) und lateral die Ligg. talofibulare anterius et posterius sowie das Lig.calcaneofibulare. Tibia und Fibula sind verbundendurch die Membrana interossea, auf Höhe des oberen Sprunggelenkes durch die vordere und hintere Syndesmose.
 
Im oberen Sprunggelenk sind Plantar- und Dorsalflexionsbewegungen möglich. 
Das Bewegungsausmaß beim Gesunden beträgt etwa 30-0-50 für Dorsal- bzw. Plantarflexion 
 
 
Oberes Sprunggelenk
SMFBI0A0KJEBV0000501
Das Bewegungsausmaß für Plantar (a) 
und Dorsalflexion (b) beträgt beim Gesunden ca. 50-0-30
 

Copyright © 1999 Prof.Dr.J.Jerosch