In den meisten Fällen klagen die Patienten über sehr schmerzhafte Bewegungseinschränkungen im Ellenbogengelenk mit rasch auftretender Schwellung und Ausbildung eines Hämatoms, welches bei Verletzung der A. radialis sehr schnell an Größe zunehmen kann.
Die Beschreibung des Verletzungsmechanismus unter Berücksichtigung des Alters des Patienten führt häufig zur richtigen Verdachtsdiagnose.
Aufgrund von Begleitverletzungen des N. ulnaris, des N. radialis oder des N. medianus kann es zu typischen Ausfallerscheinungen kommen. Daher ist die sorgfältige Prüfung der Durchblutung, der Motorik und der Sensibilität distal der Fraktur von besonderer Bedeutung.
Im Rahmen der Röntgendiagnostik sollten neben der Aufnahme im a.p. Strahlengang zusätzlich zwei um je 45° versetzte Aufnahmen angerfertigt werden, um mögliche Trochlea- oder Capitulum humeri-Absprengungen nicht zu übersehen. Im Kindesalter sollten in unklaren Fällen seitenvergleichende Aufnahmen folgen.
Distale Humerusfraktur I, radiologisches Bild |
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Radiologischer Befund einer distalen Humerusfraktur (Gruppe C) |
mit Absprengung des Capitulum humeri |
Distale Humerusfraktur II, radiologisches Bild |

Radiologische Darstellung einer distalen Humerusfraktur
Der Schweregrad suprakondylärer Frakturen wird radiologisch nach Baumann unterteilt:
| Grad I | Fissur mit minimaler Verschiebung der Fragmente, |
| Grad II | Verschiebungen mit gegenseitigem Kontakt der Bruchstücke, |
| Grad III | Fragmente ohne Kontakt. |
Indirektes Frakturzeichen bei suprakondylären Frakturen ist das sog. positive Fettkörperzeichen. Hierbei handelt es sich um eine sichtbare Vorwölbung der dorsalen oder ventralen Gelenkkapsel. Frakturen mit Gelenkbeteiligung können zur Beurteilung der Gelenkstufe eine Arthroskopie erforderlich machen. Auch kleinere Knorpel- bzw. Knochendefekte können so erkannt werden.
Osteochondrales Segment |
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Arthroskopischer Befund des Ellenbogengelenks mit Aussprengung eines osteochondralen Segmentes
R=Radius, H=Humerus
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| Copyright © 1999 Prof.Dr.J.Jerosch |