Therapie
konservativ
Isolierte Frakturen der Fibula können in der Regel funktionell behandelt werden.
Im allgemeinen ist eine 4wöchige Ruhigstellung im Unterschenkelzinkleimverband, ggfs. im Unterschenkelgehgips ausreichend.
Alternativ kann auf eine Immobilisation im Verband bzw. Gips verzichtet werden, in diesen Fällen sollte die betroffene Extremität bis zur Beschwerdefreiheit entlastet werden.
Auch isolierte, nicht dislozierte Tibia- und Unterschenkelschaftfrakturen können konservativ behandelt werden.
Das betroffene Bein sollte für ca. 6 Wochen im Oberschenkelliegegips fixiert werden, anschließend ist ein Unterschenkelgehgips für weitere
4 Wochen indiziert.
operativ
Bei 2.- und 3.-gradig offenen Frakturen, bei dislozierten Frakturen, bei Trümmerfrakturen, beim Polytrauma oder bei fehlender Bruchheilung
nach mehr als 4 Monaten ist ein operatives Vorgehen indiziert.
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In der Regel wird nur die Tibia operativ versorgt. |
| Frakturen im proximalen Drittel der Tibia werden mittels lateraler oder medialer Plattenosteosynthese versorgt, alternativ mittels Fixateur externe. | |
| Frakturen im mittleren Drittel sind für Marknagelungen besonders geeignet, postoperativ ist bereits nach wenigen Tagen eine Belastung des betroffenen Beines möglich. | |
| Frakturen im distalen Drittel werden mittels Marknagelung und Verriegelung distal, alternativ mittels medialer Plattenosteosynthese der Tibia versorgt. | |
| Trümmerfrakturen und 2.- und 3.-gradig offene Frakturen werden in der Regel mit einem Fixateur externe behandelt. Evtl. kann zusätzlich eine Versorgung der Fibula mittels Plattenosteosynthese indiziert sein. |
| Stabilisierung einer Unterschenkelfraktur mit Fixateur extern |
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