| Die betroffene Extremität darf auf keinen Fall hochgelagert werden, weil dadurch die Entstehung des Kompartment Syndroms gefördert würde. |
| Beim akuten funktionellen Kompartment-Syndrom ist immer eine operative Therapie indiziert. |
Die drei gängigsten Verfahren sind:
1. die bilaterale Inzision mit anterolateraler und posteromedialer
Hautinzision
,,,
| Bilaterale Inzision |
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| li: posteromedialer
Hautschnitt
re: anterolateraler Hautschnitt |
2. die unilaterale parafibulare Dekompression mit einer Hautinzision
über die gesamte Fibulalänge
| Unilaterale parafibulare Dekompression |
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3. die Fibularesektion mit Resektion der Fibula ca. 8 cm proximal
des Malleolus lateralis bis unmittelbar distal der proximalen Articulatio
tibiofibularis.
| Fibularesektion |
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Beim chronischen funktionellen Kompartment-Syndrom ist eine operative
Therapie nicht unbedingt erforderlich.
Bei einer konservativen Therapie steht die Reduzierung der sportlichen
Aktivität im Vordergrund.
Weiterhin stehen Physiotherapie (Stretching, isotonische/isometrische
Übungen), Kryotherapie, Ultraschall und eine medikamentöse
Therapie mit Antiphlogistika und Diuretika zur Verfügung.
Bei Versagen der konservativen Maßnahmen oder bei dem Wunsch nach
Fortführung der sportlichen Aktivitäten sollte eine operative
Dekompression des betroffenen Muskelkompartimentes durch Faszienspaltung
erfolgen. Operative Verfahren sind z.B. die OP nach Reneman mit
Hilfe eines flexiblen Diathermiedrahtes oder die OP nach Rorabeck
mit zwei lateralen Inzisionen.
| OP nach Reneman |
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| Fasziotomie mit Hilfe eines flexiblen Diathermie-Kabels |
| OP nach Rorabeck |
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| Zugang über zwei laterale Inzisionen |
Postoperativ kann der Patient sofort mobilisiert werden,
mit passiven und aktiven Bewegungsübungen für Knie-
und Sprunggelenk sollte begonnen werden.
Eine temporäre Entlastung für 2-3 Wochen reicht in
der Regel aus.
Ab der 3. postoperativen Woche kann mit Laufübungen
begonnen werden, ab der 6. Woche ist der Patient wieder normal
belastbar.
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| Copyright © 1999 Prof.Dr.J.Jerosch |